Archiv

[der kreative Freitag] – Weihnachtsschokolade

Ich habe letztes Jahr schon mal übers Schokolade-selbermachen mit Silikonformen von Tchibo berichtet. Inzwischen ist ein Jahr rum, ich hate ein wenig dazu gelernt und möchte euch zeigen, wie ihr mit handelsüblichen Mitteln – also ohne euch eine Form zu kaufen – kreative Schokoladentafeln zum Verschenken selbst machen könnt!

20141125_182715

Ihr benötigt:
Kuvertüre eurer Wahl (Mischungen sind auch sehr lecker)
Etwas um die Schokolade zu verfeinern
Dauerbackfolie oder Backpapier
Backblech oder großes Schneidebrett
Wasserbad oder Schokofondue
Optional: Kokosöl oder Kokosfett

20141125_181722

1. Schmelzt Schokolade eurer Wahl in beliebiger Menge überm Wasserbad oder im Schokofondue. Um die Schokolade daran zu hindern stumpf zu werden (was manchmal passiert, wenn sie zu heiß erhitzt worden ist) könnt ihr pro 100 Gramm Schokolade einen Teelöffel Kokosöl dazu geben. Auf dem Bild habe ich 75 Gramm Vollmilchschokolade und etwa 25 Gramm Nougat geschmolzen

20141125_182313

2. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, nehmt ihr sie vom Herd/Schokofondue und mengt Zutaten unter, mit denen ihr eure Schokolade verfeinern wollt. Hier ein paar Vorschläge:
Orangeat und Zitronat in weißer Schokolade
Cranberries und Nougat in Vollmilchschokolade
Lebkuchengewürz
Nüsse und/oder Rosinen
zerstoßenen Krümelkandis
Haselnusskrokant und Korinthen in dunkler Schokolade
Meersalz und Pistazien in Zartbitterschokolade (Vorsicht: manche tun sich schwer mit Salz in Schokolade, findet vorher raus, was der Beschenkte davon hält ;))
rote Beeren und Chiliflocken in Zartbitterschokolade
zermörserte Kaffeebohnen und Gewürze in Zartbitterschokolade (mjam!!! Voll lecker – auch wenn ich es nicht gut vertrage >__<)

3. Wenn alles gut vermischt ist, kippt ihr die Schokolade vorsichtig auf eine mobile, gerade Platte, die ihr mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegt habt. Das Bild erspare ich euch, denn als ich meinen Kollegen die Kaffeeschokolade mitgebracht und ihnen erklärt habe, dass die die kriegen, weil ich nicht die ganze Schokolade, die ich für meinen Blog gemacht habe, selber futtern wollte und ihnen dann auch die Bilder gezeigt habe, meinte einer nur "Das hier sieht aus wie ein Haufen Kacke – das veröffentlichst du bitte nicht!"

20141125_182541

4. Streicht die Schokolade mit Hilfe eines Löffels in eine Form eurer Wahl. Achtet hierbei darauf, dass die Schokoplatte nicht zu dünn wird, denn sonst bricht sie später leicht. Sie sollte aber auch nicht zu dick werden, denn man soll später noch gut Stücke abbrechen können.

20141125_192812

5. Wenn die Schokolade gut durchgetrocknet ist (mindestens 4 Stunden) könnt ihr sie in Alufolie oder Butterbrotpapier einschlagen und jemanden damit beschenken. Sie hält sich auch für mehrere Wochen im Kühlschrank, wenn ihr sie jetzt schon machen und später verschenken wollt. Ich habe mir im idee.-Markt einen „mit Liebe gemacht“ Stempel gekauft und hänge meistens für den Beschenkten noch ein entsprechendes Schild ran.

Die „Tafeln“ die ich gemacht hab, haben alle ein Gewicht von 100 Gramm. Das finde ich ganz schön zum Verschenken. Natürlich kann man auch kleinere Tafeln machen, oder aus lauter kleinen Tafeln ein Schokotürmchen machen, das man dann verschenkt 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂

der kreative Freitag – schnell und lecker: Sonnenweizen und CousCous

Dieser kreative Freitag war eigentlich schon über einen Monat geplant, aber wie schon mal erwähnt war zeitweise der Computer kaputt und dann hatte ich Bronchitis und letzten Freitag wollte ich den Adventskalender vorschieben, aber jetzt kommt er endlich: mein Artikel über das spontane, faule, gesunde Abendessen mit CousCous oder Sonnenweizen. Ich mach es abends, wenn ich keine Lust zum Kochen hab und es reicht für den nächsten Tag für meinen Freund und mich für die Arbeit.

Ich möchte noch anmerken, dass beide „Rezepte“ keine echten Rezepte, sondern eher eine Inspiration darstellen. Viel Spaß damit!

Wir fangen mit dem Basisrezept an:

  • 1 Teil CousCous oder Sonnenweizen
  • 1,5 Teile Wasser (beides in meiner wunderbaren William & Kate-Tasse abgemessen, die mir als Maßeinheit dient. Sie fasst etwa 300 ml Wasser und ihr Maß an Reis, CousCous…reicht für meinen Freund und mich für zwei Mahlzeiten für jeden, aber wir sind beide keine großen Esser)
  • etwas Olivenöl (nur für den CousCous – beim Weizli ist er später dran)
  • Gemüsebrühe
  • Salz
  • 20141027_164122

    Für den CousCous:
    Gebt den CousCous in eine hitzebeständige Schale, gebt etwas Salz, Olivenöl und Gemüsebrühe dazu und macht Wasser mit dem Wasserkocher heiß. Gebt es über den CousCous und wartet etwa 10 Minuten, bis er schön weich ist – fertig 🙂

    20141101_161934

    Für den Sonnenweizen:
    Für den Herd:
    Gebt Waser in den Topf, bringt es zum Kochen, schaltet den Herd runter und gebt Salz und Weizli in den Topf und kocht ihn auf niedriger Flamme weich – das dauert etwa 15 Minuten (im Grunde wie Reis).
    Für die Mikrowelle:
    Gebt alles in eine mikrowellenfeste Schüssel und kocht den Weizli etwa 12 Minuten lang weich.

    Nun zum Dressing:

    20141027_164459

    Zum CousCous (sorry, das Bild sieht etwas eklig aus ^^):
    Hier gebe ich alles bereits vor dem heißen Wasser mit in die Schüssel, man kann es aber auch danach machen. Ich nehme dazu immer Olivenöl, etwas Salz, Kräuter, wie Oregano oder Basilikum, Tomatenmark und/oder Pesto.
    Sobald der CousCous gequollen ist verrühre ich alles gut. Gut passen würde auch Knoblauch.

    20141101_162740

    Zum Sonnenweizen:
    Hier mache ich das Dressing seperat. Ich finde zu Sonnenweizen passt Johgurt, Senf, Kräuter (Oregano, Basilikum, Rosmarin), Tomatenmark, Knoblauch und Pesto gut. Je nachdem was ihr mögt, könnt ihr etwas weglassen, ersetzen oder hinzugeben, wie Sambal Olek, Paprikagewürz oder Pfeffer. Hier geht wirklich alles – das gilt für beide Rezepte!

    Und nun zur Fertigstellung!

    Schnibbelt Gemüse und Saaten nach Wahl klein und vermischt es mit eurer Basis (und dem Dressing) – bam – fertig!

    20141027_170010

    Zu CousCous mache ich gerne:

  • Tomaten
  • Ruccola, Lauchzwiebeln oder Spinat (Blätter!!!)
  • Walnüsse
  • Sesam
  • Schafskäse oder Mozarella
  • 20141101_165348

    Und den Sonnenweizen mache ich gerne mit:

  • Mais
  • Gurken
  • Paprika
  • Sonnenblumenkernen
  • Lauchzwiebeln
  • Tomate
  • Ich liebe an beidem so, dass es so individuell ist (man kann je nach Saison im Winter z.b. gut getrocknete Tomaten und Walnüsse verwenden, Blattspinat habe ich auch noch vom Sommer eingefroren) und so flexibel. Man kann den Salat pur essen, man kann ihn zum Grillbuffet stellen, aber auch in Wraps einrollen 🙂

    [der kreative Freitag] Lebkuchen-Adventskalender

    Hallo,

    es war nun etwas länger still um mich. Das hatte zwei simple Gründe.
    1. geschrotteter PC
    2. Bronchitis

    Nun bin ich wieder da und möchte euch den Adventskalender zeigen, den ich für meinen Freund gemacht hatte.

    Und zwar habe ich diesen Lebkuchenteig hergestellt. Ich habe statt Rum Wasser verwendet und mich für Roggenmehl entschieden. Ansonsten habe ich mich an das Rezept gehalten. Der Tipp, dass man oft mehr Mehl braucht als angegeben, war gut. Ich hab von vornherein etwa 50 Gramm Mehl mehr verwendet und kam gut damit klar.

    20141114_111656

    Den Teig habe ich 48 Stunden in meinem Kühlschrank verstaut und ihn dann gemeinsam mit einer lieben Freundin ausgestochen und gebacken. Wir haben aus der Teigmasse etwa 50 Lebkuchen – also zwei Adventskalender – herausbekommen, aber das ist natürlich auch immer von der Größe der Ausstecher abhängig. Wir haben ihn auch länger als angegeben backen müssen, in etwa 20 Minuten.

    Als die Lebkuchen gut ausgekühlt waren, habe ich aus steif geschlagenem Eiweiß und etwa 150 Gramm Puderzucker einen Zuckerguss hergestellt.

    20141114_111707

    Da tat ich mich mit der Verarbeitung extrem schwer (wie man auf dem Bild gut sehen kann). Ich hab ihn in einen Spritzbeutel gefüllt und Zahlen auf die Lebkuchen gemacht – so zumindest die Theorie. Aber einige sind leider kaum lesbar 😦 Vielleicht hat jemand einen Tipp? Wenn jemand keinen Spritzbeutel haben sollte, tut es auch ein Gefrierbeutel, bei dem man eine Ecke abschneidet. Mit einem Eiweiß kam ich gut mit den 24 Lekbuchen für den Adventskalender hin.

    20141114_113446

    Anschließend wurden die getrockneten Lebkuchen in Tütchen gepackt.

    20140929_184048

    Und dann kann man sie auch schon als Adventskalender präsentieren. Ich hab mich dazu entschieden meinen Adventskranz darauf aufzubauen. Aber man kann sie auch gut aufhängen.

    20141114_191031

    20141114_152738

    Ich hoffe, euch gefällt mein Adventskalender – und falls nicht – er muss nur meinem Freund gefallen 😛

    der kreative Freitag – selbstgemachter Vanillezucker

    P1110628

    Ich weiß nicht, ob jemand von euch diese Smoothies von True Fruits kennt – die trinkt mein Freund sehr gerne und ab und zu gönnen wir uns welche. Die Smoothies sind in einer Glasflasche verpackt, die in etwa die Größe einer Baby-Nuckelflasche hat. Und ich saß nun vor meinen etwa 10 True Fruits-Gläsern und habe mich gefragt: was machst du bloß damit???

    So kam ich auf die Idee Vanillezucker selbst herzustellen. Das hat meine Mama schon immer gemacht und es ist umweltschonender, als gekaufter Vanillezucker und auch günstiger (auch wenn man das anfangs nicht glauben mag).

    P1110629

    Lustigerweise passt in ein True Fruits-Glas genau eine Vanilleschote hochkannt rein. Ihr schlitzt das Stück der Begierde also der Länge nach auf, stellt es hochkannt ins Glas und füllt handelsüblichen Zucker ein (in mein Glas passen etwa 200 Gramm). Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch ein Tütchen Vanillezucker reingeben, ich finde jedoch, das ist nicht nötig. Je nach Glasgröße und wie oft ihr den Zucker schon wieder aufgefüllt habt, dauert es nun zwei bis fünf Tage, bis ihr Vanillezucker habt.

    P1110630

    Wie schon erwähnt, könnt ihr immer wieder Zucker auffüllen (in etwa 1 kg Zucker pro Vanilleschote).

    Und nun zum Rechenbeispiel…
    1 Packung Vanillezucker mit 10 Tütchen a 8 Gramm kostet in etwa 60 Cent (macht also 75 Cent pro 100 Gramm Vanillezucker)
    1 Vanilleschote kostet gut einen Euro, 1 Kilo Zucker kostet etwa 90 Cent, dann liegen wir bei 1,90 Euro pro Kilo Vanillezucker, was in etwa 19 Cent pro 100 Gramm macht, also nicht mal ein Drittel des gekauften Vanillezuckers und das für so wenig Aufwand!!!

    der kreative Freitag – Quittenparty

    P1110619

    Zu uns kam der „Gasmensch“, da unsere Gastherme tropfte und weil ich ihn noch nicht kannte und ungern alleine in unserer Küche werkeln lassen wollte und eine konkrete Angabe, wie „wir kommen zwischen neun und eins“ bekam, hab ich mir Beschäftigung in der Küche gesucht.

    Also bin ich zu meinen Eltern gefahren und hab eine beachtliche Ladung Quitten (zum Partymachen ;)) geholt um mit diesen Weihnachtsgeschenke zu machen. Ich habe sechs Dinge aus den Quitten gemacht, werde diese in hübsche Gläser einfüllen und zu Weihnachten verschenken. Ich bin schon gespannt, wie es ankommt 🙂 Gelohnt hat sich der Aufwand von über 6 Stunden allemal, denn das Haus hat so wunderbar geduftet 🙂

    Zur Vorbereitung: die Quitten haben einen leichten Flaum, rubbelt sie vorher mit einem Handtuch ab, nehmt dazu nicht euer bestes Handtuch und werft es anschließend gleich in die Wäsche, denn Teller wollt ihr damit nicht mehr reinigen! Quittenkerne enthalten Blausäure. Im intakten Zustand sind sie völlig ungefährlich und ihr könnt die Kerne sogar in den Mund nehmen und lutschen um Halsschmerzen zu lindern. Beschädigte Kerne habe ich aber entfernt. Die schwarzen Punkte auf Quitten sind nicht schädlich, jedoch gehen die Meinungen, was den Geschmack angeht auseinander. Ich schneide die schwarzen Punkte nicht ab.

    1. Quittensaft
    Da ich keinen Entsafter habe, hab ich für den Quittensaft, die Quitten samt Schale, Kernhaus und Kernen in etwa 8 Teile zerteilt, in den Schnellkochtopf gegeben, ordentlich Zucker drüber und Wasser, dass sie fast bedeckt sind. Für einen Liter Saft hatte ich – je nach Größe – etwa 5 – 6 Quitten. Zuerst hab ich den Schnellkoch auf höchster Stufe bis zum ersten Ring kochen lassen, dann hab ich auf mittlere Stufe heruntergeschalten und nochmal 7 Minuten gekocht. Sobald die Ringe völlig abgesenkt waren, habe ich den Schnellkochtopf geöffnet, die Quitten schwimmen nun in ihrem eigenen, rötlichen Saft, ein altes Handtuch (Achtung – wird ordentlich schmutzig!) in einen Sieb gelegt und die Quitten-Saft-Masse reingekippt und als sie kalt war gut ausgedrückt (drunter stand natürlich ein Auffangbehälter ;)). Den Saft habe ich in heiß ausgespülte Flaschen gefüllt. Der Saft hat eine wunderbar rote Farbe. Bei der Zuckermenge kann ich nur raten, aber ich denke, es waren etwa 300 Gramm Zucker für 2 Liter. Ich zucker immer lieber etwas weniger und zucker dann nach. Solltet ihr im normalen Kochtopf Quittensaft machen wollen, müsst ihr die Quitten weitaus länger kochen, solang bis sie Saft abgeben und schön rot sind. Ich denke, das könnte durchaus zwei Stunden dauern, hab damit aber keine Erfahrung. Wenn ihr den Saft länger und mit mehr Sirup anschließend einkocht, könntet ihr auch Quittensirup draus machen, den ihr z.B. im Eis oder Mineralwasser esst!

    2. Quittengelee
    Für die Gelee hab ich die Quitten genauso zubereiten, wie für den Saft, nur dass ich sie ohne Zucker gekocht hab. Den ungezuckerten Saft habe ich anschließend mit Gelierzucker eingekocht. Hier müsst ihr einfach nach der Anweisung vorgehen. Mein Zucker verlangte ein Verhältnis von 2:1 – also zwei Teile Saft, 1 Teil Zucker. Und fertig war das Gelee 😀 Das darf nun in schöne Schraubgläser und dann unter den Weihnachtsbaum!

    P1110624

    3. Quittenlikör
    Den Likör hab ich ähnlich gemacht, wie meinen Zwetschgenlikör. Ich habe allerdings etwas „geschummelt“. Ich habe vom Sud vom Quittensaft aus 1. einfach ein paar Schöpflöffel Quitten-Saft-Gemisch abgeschöpft, so dass mein Einmachglas (ca. 1 Liter, ein größeres würde sich allerdings besser eignen) in etwa zu einem Drittel gefüllt war (für Likör bitte immer echte Gläser verwenden, sonst verfälscht ihr den Geschmack). Anschließend habe ich etwa eine Hand voll Korinthen und etwa 100 Gramm Zucker ins Glas sowie einen guten Teelöffel Zimt (ich liebe Zimt!!!), dann habe ich die Gläser mit Korn aufgefüllt und jetzt darf er sich die nächsten 6 Wochen entfalten, wobei ich die ersten fünf Tage regelmäßig umrühre um den Zucker zu lösen. Ich werde ihn in etwa 500 ml Flaschen füllen und zu Weihnachten verschenken (ich selber trink kaum Alkohol). Als Faustregel habe ich: aus 700 Gramm Alkohol werden etwa 1 Liter Likör.

    4. Quittenmuß
    Mein Favorit ist das Quittenmuß. Dazu habe ich die Quitten geschält, entkernt und die Butzen entfernt (wie heißen Butzen eigentlich auf Hochdeutsch? Ich mein das Geschnörpsel vorne und hinten von der Quitte), genauso bin ich mit 3 Äpfeln vorgegangen. Dieses Mal habe ich sie für etwa 20 Minuten im normalen Kochtopf, mit etwa 200 ml Wasser (leicht bedeckt) und Zucker (3 Äpfel, 5 Quitten und etwa 100 Gramm Zucker) weichgekocht und sie anschließend mit dem Kartoffelstampfer zerstampft. Mjam!!! Heute morgen gab es Teile davon zum Frühstück mit Magerquark und Korinthen. Der Rest ist gerade in der Tiefkühltruhe und wird verschenkt. Wer mag kann die Äpfel natürlich weglassen oder stattdessen Birnen verwenden!

    P1110621

    5. Quittenessig
    Hier muss ich zugeben, dass der Quittenessig erst mal nur ein Experiment ist, von dem ich wohl erst noch erfahren werde, ob er glückt. Da ich so begeistert vom Apfelessig vom langsamerleben-Blog bin und durch das Quittenmus so viele Reste hatte dachte ich mir, dass ich mal Quittenessig ausprobiere. Ich hab also Schalen, Butzen und Kernhaus in ein Schraubglas gefüllt und weil ich zugegebenermaßen doch ein wenig skeptisch war, da Quitten nicht so gut saften wie Äpfel, hab ich noch etwas gekochte Quittenreste mit ins Glas. Dann kam da Wasser drauf und ich werde genauso, wie im verlinkten Rezept vorgehen. Ich hoffe, es glückt 🙂

    P1110622

    6. Quittenbrot
    Zuletzt das Quittenbrot! Hierzu habe ich die im Sieb befindlichen Quittenreste aus den ersten beiden Rezepten von Schalen, Kernhäusern und Butzen entfernt (das waren die besagten Reste, die auf Grund meiner Skepsis zum Quittenessig kamen – ich wollte ja nichts wegwerfen), die Quitten mit 50% Zucker aufgefüllt und etwa 30 Minuten lang unter Rühren eingekocht. Danach habe ich alles auf einem Blech glatt gestrichen und die nächsten zwei Tage darf es trocknen. Anschließend wird es in Stücke geschnitten und in geriebenen Haselnüssen gewälzt und in einer Metalldose gelagert.

    Ich bin sehr zufrieden mit meiner „Quittenparty“ 🙂 Ich hoffe, die beschenken freuen sich und alle offenen Rezepte gelingen! Ich hatte zumindest viel Spaß dabei!

    der kreative Freitag – Likör

    Hallo 🙂

    der letzte kreative Freitag musste leider krankheitsbedingt ausfallen. Ich hatte die Grippe *jammer*

    Dafür hab ich jetzt ein supertolles Weihnachtsgeschenk für euch! Weihnachtsgeschenk??? – Ja – Weihnachtsgeschenk!

    Und zwar Likör.

    P1110454

    Ihr braucht:
    einen gültigen Personalausweis, der euch bescheinigt, dass ihr volljährig seid 😉
    0,7 Liter Wodka oder Doppelkorn (ich bin hierbei der Meinung, dass er nicht besonders hochwertig sein muss, da er ja eh verpanscht wird)
    ca. 150 Gramm Zucker (braunen oder weißen – wie ihr wollt, ich hatte ein Mischverhältnis von 1:1)
    ca. 600 Gramm Zwetschgen (das ginge auch gut mit Äpfeln oder Quitten!!!)
    1 TL Zimt (den könntet ihr auch weglassen, aber ich liebe Zimt und da der Likör ein Weihnachtsgeschenk wird finde ich, passt die zimtige Note gut dazu)

    Anleitung:

    1. Wascht und entsteint die Zwetschgen und verteilt sie auf ein Backblech.

    2. Mischt eure Zuckersorten (falls ihr mehrere verwendet) mit dem Zimt. (an dieser Stelle könntet ihr z.B. auch Teile des Zuckers durch Vanillezucker ersetzen oder Lebkuchengewürz oder was ihr mögt)

    P1110460

    3. Bestreut die Zwetschgen mit einem Teil eurer Zuckermischung und backt sie bei etwa 180 Grad für 10 – 15 Minuten. Die Zwetschgen sollen den Zucker gut aufsaugen und schön auf-saften (ist das ein Wort? Ich meine damit, dass die Zwetschgen schön saftig werden und so voll mit Zukcker sind, dass sie schon langsam wieder Saft abgeben)

    P1110462

    4. Füllt die zuckrigen Zwetschgen gemeinsam mit dem Alkohol in eine große Kanne oder einen Krug. Alternativ ginge auch ein großes Einmachglas. Da fügt ihr den restlichen Zucker mit hinzu und rührt gut um. Auf den ersten Blick wirkt das nach seeeeeeehr viel Zucker, aber Likör ist nun mal zum Einen sehr süß und zum anderen trinkt man den nicht eimerweise sondern eher im Schnapsglas oder einen Schuss auf Eis. Aber ihr könnt natürlich auch gern erst mal weniger Zucker verwenden und wenn ihr nach drei bis vier Tagen feststellt, dass er sich komplett aufgelöst hat was nachkippen wenn ihr wollt. Ich nehme jedoch für gewöhnlich etwas mehr Zucker und fülle das Endergebnis dann lieber mit etwas Zucker auf, als dass ich am Ende feststelle, dass mir der Likör viel zu bitter ist und ich nochmal Zucker nachkippen und ihn weitere (mindestens) 2 Wochen stehen lassen muss.

    P1110467

    5. Nun heißt es warten! Acht Wochen lang soll der Alkohol an einer dunklen Stelle stehen (gut verschlossen vor Kindern und Haustieren!!!!). Die ersten 10 Tage sollt ihr einmal am Tag umrühren, um den Zucker zu lösen. Ansonsten steht er. Das Gefäß, in dem ihr ihn aufbewahrt ist idealerweise aus Glas und lässt sich zwar verschließen, aber nicht zu fest. Ich habe einen Glaskrug von NanuNana (1,5 Liter, 2,95 Euro) über den ich einen Gefrierbeutel gestülpt hab.

    6. Nach den acht Wochen könnt ihr alles, was noch so rumschwimmt (das sollten für gewöhnlich nur noch Zwetschgen sein) abseien und den Likör in schöne Flaschen füllen und beschriften. Wenn der Alkohol länger steht – auch nicht schlimm 🙂 Haltbar ist er für mindestens ein Jahr, ich muss aber ehrlicherweise gestehen, dass ich es nicht 100%ig genau weiß. Jedenfalls länger als ein Jahr 🙂

    Alternativen:
    Natürlich könnt ihr beliebige Likörsorten zaubern! Ihr könnt die Zwetschgen durch Äpfel ersetzen, ihr könnt Obstsorten mischen, ihr könnt eine Packung Tiefkühlbeeren aus der Gefriertruhe nehmen…auch im Internet befinden sich unzählige Nuss- und Obstliköre 🙂 Viel Spaß dabei!

    Der dritte, kreative Freitag – Tawashis

    P1110429

    Yeah…ich halte die kreativen Freitage durch *gg*. Immerhin mein drittert!

    Heute möchte ich euch Tawashis vorstellen! Als ich mit dem Häkeln angefangen hab, bin ich schnell an das Problem gestoßen, dass sich Wollreste häufen. Wegwerfen – nee…für größere Projekte sammeln – keine Geuld, also hab ich mal ein wenig gegooglet und bin auf Tawashis gestoßen. Traditionell wird mit ihnen geputzt. Wollreste, schnell verhäkelt zum putzen? Genial!!! Letzendlich waren sie mir doch zu schade zum Putzen (der Seestern und diese geraffelte lila-blaue Anemone sind aus dem Tawashi-Buch, das ich mir gekauft habe). Ich hab sie dann zum Abschminken genommen und genau das ist mein kreativer Tipp 🙂

    Häkelt Wollreste zusammen. Probiert eventuell neue Muster (wie das waschlappenartige Ding, das zwar nicht akurat ist, aber mit dem ich ein neues Muster ausprobieren wollte) macht euer Gesicht nass, tragt Reiniger auf und nehmt ihn mit einem nassen Tawashi ab. Und fertig ist ein modisches, individuelles Abschminktuch, das noch dazu gewaschen werden kann. Also schon wieder ein persönlicher Beitrag an die Umwelt 😉

    Ich wasche meine Tawashis bei 30 Grad gemeinsam mit der Buntwäsche in so einem BH-Wäsche-Netz. Ich bin jetzt keine Expertin für Tawashis, aber solange das Garn nicht fusselt, habe ich bisher keine negativen Erfahrungen gemacht. Bei dicker Wolle (das Blau-Gelbe ist die Lisa Big von RedHeart wo Boshi No. 1 nebenhergelaufen ist – also ewig dick, das Zeug) reicht es etwa drei bis vier Runden zu häkeln und schon hat man ein Tawashi. Je nach Geschmack und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    Vielleicht mag jetzt ja jemand von euch auch sein Badezimmer bunter machen 🙂 Und ansonsten eignen sie sich auch gut zum Staubwischen (an der Stelle möchte ich betonen zum Staubwischen und Gesicht säubern hab ich verschiedene Tawashis :P)

    Der kreative Freitag – Granny Squares

    untersetzer

    Heeeeee,

    noch bin ich motiviert, was meinen kreativen Freitag angeht 😉

    Heute möchte ich eine Möglichkeit für Wollreste vorstellen, die sogar ein wenig mit Tee zu tun hat: Granny Squares! Es gibt viele Anleitungen im Internet und ihr könnt dafür Wollreste verwenden oder schöne, zusammenpassende Wolle kaufen. Was ich sehr schön finde ist, wenn die Wolle auf den ersten Blick gar nicht zusammen passt und am Ende das Ergebnis doch ganz schön ist.

    Ich verwende die Granny Squares als Untersetzer für Tassen. Vier zusammengehäkelte ergeben bei mir einen Teekannenuntersetzer. Wobei ich den Rand nochmal mit weißer Wolle umfasst habe (feste Maschen) und eine Art Borte aus Kettmaschen mit blauer Wolle gemacht habe. Ich hatte die Baumwolle Sandy von onLine bzw. von Lana Grossa die Cotone. Eigentlich soll man Wolle ja nicht mischen, aber da die beiden Sorten sehr ähnlich sind, ließ ich mich auf das Experiment ein 😉

    Anleitungen findet ihr sowohl im Internet (z.B. auf Pinterest oder in diversen Blogs), und in Büchern. Meine Anleitung hab ich aus der aktuellen Ausgabe von simply Häkeln. Wenn man sauber häkelt, dann wird es auch akurat eckig – meine sind etwas verzogen, aber für die ersten Grannys finde ich es ganz in Ordnung und irgendwie mag ich auch dieses verzogene Design – sieht fast so aus, als wäre es gewünscht.

    Granny Squares würde ich blutigen Anfängern nicht unbedingt empfehlen. Ihr müsst dazu in Runden häkeln können und Stäbchen kommen auf jeden Fall drin vor.

    Der kreative Freitag – Notizzettel

    P1110403

    Hallo zusammen,

    Gestern „musste“ ich drei Liter Tee trinken, weil ich nachmittags Blutspenden war und man da vorher schön viel trinken soll. Ich hab mich da drauf gefreut. Morgens (ich hab aktuell Urlaub) hab ich mir meine drei Liter gemacht und über den Tag verteilt getrunken. So hab ich auch gesehen, ob ich mein Ziel erreiche.

    ich will – um meine kreative Ader etwas mehr einfließen lassen zu können, den kreativen Freitag einführen! Ich weiß nicht, ob ich ihn lange durchstehe und ob er regelmäßig kommt, aber mit ihm will ich verhindern, dass mein Blog zu sehr von seinem Hauptthema abdriftet und zur gleichen Zeit meine Bindung zum Blog etwas mehr stärken, indem ich noch andere Seiten von mir einfließen lasse.

    Heute möchte ich mit etwas beginnen, für das mich manche wohl definitiv für verrückt erklären werden, manche werden aber eventuell auch den Umweltaspekt und die Einfachheit zu schätzen wissen.

    Wie der ein oder andere weiß, bin ich leidenschaftliche Teetrinkerin. Es hat eher durch einen Zufall begonnen. Ich wollte einem Kollegen eine Nachricht hinterlassen, hatte aber kein Papier zur Hand und hab so auf die Rückseite einer Teebeutelumverpackung geschrieben. Das hab ich mir daraufhin so angeeignet, weil meine Nachrichten immer mir zuzuordnen waren (außer mir macht das ja keiner) und außerdem hatte der Teezettel das ideale Maß für einen Einkaufszettel, ist kostenlos, da er sonst eh Müll ist und sehr dünn, weshalb er in keiner Geldbörse stört.

    Anfangs hab ich meine Teebeutelzettelsammlung mit Büroklammern zusammengehalten. Irgendwann hatte ich ein schlechtes Gewissen meiner Chefin gegenüber, weil das schon ein wenig gammlig aussah. Dann hab ich sie in eine leere Teeschachtel gestapelt und schon haben wir meine ideale Notizzettelbox. Sie hat inzwischen schon Nachahmer gefunden und meine Kollegen sind ganz enttäuscht, wenn ich mal (weil ich auf ein Meeting gehe, wo mehr, als meine direkten Kollegen dabei sind und mir das dann doch zu peinlich ist) einen „echten“ Zettel dabei hab.