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(Tee-)Adventskalender 2016

Ich bin gebürtige Fränkin und bei uns ist es Tradition, dass Kinder zum Pelzmärtel (11.11.) ihre Adventskalender kriegen, deshalb kommt der Artikel heute, dass ich niemanden mehr spoilern kann.

Es gibt natürlich schon fertige Tee-Adventskalender für jeden Geldbeutel und Geschmack. Ich probiere besonders gerne welche von Marken aus, die ich noch nicht kenne, um mich mal im Sortiment umzusehen. Im Biosegment haben Lebensbaum oder Sonnentor schöne Adventskalender. Aber auch populärere Marken, wie Goldmännchen oder Teekanne produzieren jedes Jahr einen Adventskalender.

Ich habe mir dieses Jahr von meinem Mann einen von ShuYao gewünscht, der preislich allerdings in einer etwas höheren Kategorie ist.

Da sich mein Mann dann gleich das Kombipaket mit Becher gesichert hat und ich ihm nicht den selben Adventskalender bestellen wollte, hab ich selbst einen für ihn gemacht. Ich habe von ShuYao zwei Mischtüten (15er-Probiertüte und die Oktober-Favoriten – 10 Kapseln) bestellt und kam so auf gut 35 Euro für 25 Kapseln (zum Vergleich: er hat 40 Euro für 24 Kapseln bezahlt, aber er musste im Gegensatz zu mir auch nicht basteln ;)). Hierbei sollte man natürlich drauf achten, keine Kapsel doppelt zu bestellen.

Dann habe ich ein großes Glas (6,95 Euro von NanuNana, da mach ich eigentlich Likör drin) genommen und eine Packung kleiner Schokonikoläuse von Riegelein. Auf jede Kapsel hab ich über dem Namen des Tees einen Nikolaus mit einem Stück Klebefilm geklebt, den er problemlos wieder ablösen kann und mit Edding habe ich die Ziffer drauf gemacht und schwupps – kriegt er heute einen Tee-Adventskalender 😀

Meine Eltern haben auch einen bekommen, allerdings aus Socken. Ich habe für meine Mama und meinen Papa je 6 Paar Socken in ihrer Größe gekauft und dann in die 24 Socken Kleinigkeiten gefüllt. Das geht mit Schokolade, mit Tee, Gewürzen, Leckerlies für die Katzen, aber auch mit allem anderen. Da hab ich aber auf die Ziffern verzichtet, die dürfen sich jeden Tag eine Socke raussuchen. Ich geb zu, das Bild ist etwas lieblos. Er muss noch aufgehängt werden! Wenn die Socken nicht zu schwere Inhalte haben, kann man sie gut an eine Wäscheleine hängen oder in einem Körbchen drapieren.

Gibts bei euch eine Tradition für Adventskalender? Oder findet ihr Adventskalender schwachsinnig? Ich bin jedes Jahr ganz euphorisch und freue mich jedes Mal darauf mich auf diese besondere Zeit im Jahr einzustimmen 🙂

Ich bin wieder hier!

Ich habe wirklich lange, lange, seehr, seeeeeeehr lange nicht mehr gebloggt. Und nun habe ich mich entschlossen es noch einmal zu versuchen.

Was war los?

Nun ja…ich fing an einen eigenen Haushalt zu führen, ich hab neben der Arbeit studiert, wir ließen zwei Katzen bei uns einziehen, aber ich wollte trotzdem für meine Familie und Freunde da sein und da blieb einfach das ein oder andere auf der Strecke.

Was ist zwischenzeitlich passiert?

Zwischenzeitlich studiere ich nicht mehr, habe geheiratet und meine Leidenschaft für Zumba und fürs Geocachen entdeckt. Ansonsten hat sich wenig geändert. Die Katzen habe ich noch, ich trinke noch gerne Tee und ich bastel noch sehr gerne.

Wie kam es, dass ich wieder bloggen wollte?

In letzter Zeit fragten mich immer wieder Leute, ob ich denn noch blogge. Freunde und Kollegen und nette Menschen, die ich über den Blog kennen gelernt habe. Als ich dann noch die Anfrage einer Firma bekam, ob ich nicht ihren Tee trinken und vorstellen möchte, war für mich klar: ich werde einen Neuanfang wagen! Wie lange ich dran bleibe, weiß ich nicht, aber ich bin schon gespannt, was kommen wird 🙂

Was wird es Neues geben?

Das weiß ich um ehrlich zu sein noch nicht so wirklich! Da allerdings der größte Zeitfresser beim Bloggen das Bearbeiten der Bilder ist, hab ich hier eine kleine Änderung eingeführt. Die Bilder werde ich am Handy machen und per Pinterest hochladen und ein Wasserzeichen wird es auch nicht mehr geben. Stattdessen will ich den Blognamen auf einem Schildchen mit ins Bild legen. Ob das handschriftlich oder gedruckt sein wird, weiß ich noch nicht, da werd ich mich vermutlich einfach mal die nächsten paar Artikel ausprobieren.
Nachdem ich mich im Supermarktsegment groß ausgetobt habe, werden wohl auch häufiger lose Tees und etwas teurere Tees vorgestellt werden. Aber prinzipiell soll mir dieser Blog Spaß machen und ehrlich sein. Eventuell behalte ich mein altes Konzept bei, aber eventuell werde ich es auch umwerfen.

[Meßmer] – Detox

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Name: Detox
Marke: Meßmer
Preis: 1,65 Euro
Preis pro Tasse: 0,08 Euro
Bezugsquelle: Rossmann

Meine Meinung: Detox war für mich auch so eine modische Neuerscheinung, von der ich nicht wusste, was ich halten sollte. So war es ziemlich klar, dass ich früher oder später einen Detox-Tee probieren würde. Meine Wahl fiel auf Meßmer, die einen Detox-Tee mit Brennnessel und grünem Tee im Programm haben.

Mit Detox soll man entgiften und den Körper ins Gleichgewicht bringen. Ich bin keine Ernährungsexpertin und kann wenig dazu sagen. Ich kann nicht beurteilen, ob es Humbug ist oder ob etwas dahinter steckt und möchte hier nur den Geschmack und meinen Eindruck von diesem Tee vermitteln!

Auf der Schachtel von Meßmer steht lediglich:
„Die Meßmer Tea-Master entwickeln aus natürlichen Zutaten genussvolle Wohlfühltees, die den Körper und die Sinne verwöhnen und Ihr Wohlbefinden unterstützen. Meßmer Detox ist eine natürliche Kräuterauslese mit Brennnesseln und Grünem Tee. Diese Kräuter verleihen Ihnen Wohlbefinden und eine angenehme Leichtigkeit. Entdecken Sie Wohlfülmomente von besonderer Qualität und Intensität mit Meßmer Detox.“

Klar, Brennnessel und grüner Tee entwässern, von daher wird an dieser entgiftenden Wirkung schon was dran sein und zur Vorbereitung einer eventuellen Fastenkur ist der Tee sicherlich auch ganz gut geeignet, aber was ich von dieser Lebensphilosophie halten soll, weiß ich immer noch nicht. Also beurteile ich mal nur den Geschmack!

Ich war richtig überrascht! Der Tee schmeckt irgendwie belebend, erfrischen und lecker! Wenn man die Ziehzeit beachtet ist er nicht bitter und ich habe – wie sonst so oft bei Brennnesseltee, dieses Mal nicht den halben Tag auf der Schüssel verbracht. Geschmacklich ist er für mich eine Bombe und perfekt um den Tag einzuläuten. Eine gute Alternative für Leute, die etwas weniger Kaffee trinken wollen (oder sollen), denn durch den grünen Tee bringt er ähnlich dem Kaffee, den Kreislauf in Schwung. Für mich eine durch und durch positive Überraschung!

Was ist drin?
Brennnessel, Grüner Tee, Pfefferminze, Zitronengras, Zitronenverbene, Hagebutte, Süßholzwurzel, Zitronenmyrthe, Ringelblumenblüte

Fazit:
Geschmack: extrem lecker!
Preisleistung: super
Verwendete Zutaten: positiv: hier sind keine Aromen drin (das entspricht auch der Detox-Philosophie), die Zutatenliste überzeugt mich vollstens!
Geschmacksversprechen: Wie das mit dem entgiften aussieht, weiß ich nicht. Dazu kenn ich mich zu wenig damit aus.
Kaufempfehlung: Ich würde ihn noch mal kaufen.

[der kreative Freitag] Lebkuchen-Adventskalender

Hallo,

es war nun etwas länger still um mich. Das hatte zwei simple Gründe.
1. geschrotteter PC
2. Bronchitis

Nun bin ich wieder da und möchte euch den Adventskalender zeigen, den ich für meinen Freund gemacht hatte.

Und zwar habe ich diesen Lebkuchenteig hergestellt. Ich habe statt Rum Wasser verwendet und mich für Roggenmehl entschieden. Ansonsten habe ich mich an das Rezept gehalten. Der Tipp, dass man oft mehr Mehl braucht als angegeben, war gut. Ich hab von vornherein etwa 50 Gramm Mehl mehr verwendet und kam gut damit klar.

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Den Teig habe ich 48 Stunden in meinem Kühlschrank verstaut und ihn dann gemeinsam mit einer lieben Freundin ausgestochen und gebacken. Wir haben aus der Teigmasse etwa 50 Lebkuchen – also zwei Adventskalender – herausbekommen, aber das ist natürlich auch immer von der Größe der Ausstecher abhängig. Wir haben ihn auch länger als angegeben backen müssen, in etwa 20 Minuten.

Als die Lebkuchen gut ausgekühlt waren, habe ich aus steif geschlagenem Eiweiß und etwa 150 Gramm Puderzucker einen Zuckerguss hergestellt.

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Da tat ich mich mit der Verarbeitung extrem schwer (wie man auf dem Bild gut sehen kann). Ich hab ihn in einen Spritzbeutel gefüllt und Zahlen auf die Lebkuchen gemacht – so zumindest die Theorie. Aber einige sind leider kaum lesbar 😦 Vielleicht hat jemand einen Tipp? Wenn jemand keinen Spritzbeutel haben sollte, tut es auch ein Gefrierbeutel, bei dem man eine Ecke abschneidet. Mit einem Eiweiß kam ich gut mit den 24 Lekbuchen für den Adventskalender hin.

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Anschließend wurden die getrockneten Lebkuchen in Tütchen gepackt.

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Und dann kann man sie auch schon als Adventskalender präsentieren. Ich hab mich dazu entschieden meinen Adventskranz darauf aufzubauen. Aber man kann sie auch gut aufhängen.

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Ich hoffe, euch gefällt mein Adventskalender – und falls nicht – er muss nur meinem Freund gefallen 😛

[Lord Nelson] – freche Früchtchen

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Name: Freche Früchtchen
Marke: Lord Nelson
Preis: 0,95 Euro
Preis pro Tasse: 0,038 Euro
Bezugsquelle: Lidl

Meine Meinung:

Und erst mal frage ich mich: Warum um alles in der Welt hat die Orange ein Gesicht bekommen, während die Ananas, der Apfel, der Granatapfel, die Bananen und Hagebutten sowie Hibiskusblüten einfach nur gesichtslos auf der Packung abgebildet sind??? 😉 Aber außer mir, macht sich da wohl keiner Gedanken drum.

Freche Früchtchen hat mich geschmacklich allerdings wirklich überrascht. Die Lidl-Eigenmarke bringt einen angenehmen, leicht süßlichen, leicht säuerlichen und schön kirschigen Geschmack mit. Warm und kalt mag ich ihn und er lässt sich schön mischen, da er so unaufdringlich ist. Vielleicht ist dieser Tee nicht perfekt, aber er ist günstig und lecker und ein guter Basisfrüchtetee, den man durchaus im Regal haben könnte. Schade finde ichs nur, dass außer Aromen nicht viel drin ist 😦

Was ist drin?
Äpfel, Hibiskus, Hagebutten, Granatapfelaroma, Multifruchtaroma

Fazit:
Geschmack: Super!
Preisleistung: günstig
Geschmacksversprechen: zwar erfüllt, aber viele Aromen
Kaufempfehlung: Durchaus einen Kauf wert!

[Milford] – Cherry Kick

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Name: Cherry Kick
Marke: Milford
Preis: 1,89 Euro
Preis pro Tasse: 0,0675 Euro
Bezugsquelle: Rewe

Meine Meinung:

Der Cherry-Kick ist nun schon eine Zeit lang am Markt. Er ist neben dem Lemon-Kick und dem Cola-Kick erschienen und 28 Beutel kosten meist 1,89. Ich finde es schade, dass Milford auf die neue Packungsgröße umgestiegen ist. Ich mochte die alten Packungen mit 40 Beuteln sehr gerne. Vor allem hat sich aber ein Riesenpreissprung getan. Klar, Milford ist immernoch extrem günstig, aber vorher haben 40 Beutel bis zu 2,49 Euro gekostet, was zwar kein großer Mehrgewinn für Milford ist, aber halt immernoch ein Mehrgewinn von etwa 15 Cent pro Schachtel, was der Endverbraucher zwar kaum spüren wird, aber Milford definitiv. Schön finde ich aber, dass neben den altbekannten Sorten ein paar Neue am Markt sind.

Beim Cherry-Kick handelt es sich um Früchtetee mit Schwarzteeanteil zum „wachwerden“. Ich schmecke beides, sowohl Kirsche, als auch Schwarztee, für mich ist das Geschmacksversprechen also vollstens erfüllt. Auch finde ich es schön, dass die Kirsche natürlich schmeckt und nicht künstlich. Ich mag den Tee zwar nicht immer trinken und ich weiß nicht warum, aber hier wird nicht zu viel versprochen.

Was ist drin?
Hibiskus, schwarzer Tee (30%), Apfel, Aroma (Kirsche), Orangenschalen, Steviablätter, Zichorienwurzel

Fazit:
Geschmack: Gut
Preisleistung: günstig
Geschmacksversprechen: voll erfüllt
Kaufempfehlung: ja…kann man kaufen 😉

der kreative Freitag – selbstgemachter Vanillezucker

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Ich weiß nicht, ob jemand von euch diese Smoothies von True Fruits kennt – die trinkt mein Freund sehr gerne und ab und zu gönnen wir uns welche. Die Smoothies sind in einer Glasflasche verpackt, die in etwa die Größe einer Baby-Nuckelflasche hat. Und ich saß nun vor meinen etwa 10 True Fruits-Gläsern und habe mich gefragt: was machst du bloß damit???

So kam ich auf die Idee Vanillezucker selbst herzustellen. Das hat meine Mama schon immer gemacht und es ist umweltschonender, als gekaufter Vanillezucker und auch günstiger (auch wenn man das anfangs nicht glauben mag).

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Lustigerweise passt in ein True Fruits-Glas genau eine Vanilleschote hochkannt rein. Ihr schlitzt das Stück der Begierde also der Länge nach auf, stellt es hochkannt ins Glas und füllt handelsüblichen Zucker ein (in mein Glas passen etwa 200 Gramm). Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch ein Tütchen Vanillezucker reingeben, ich finde jedoch, das ist nicht nötig. Je nach Glasgröße und wie oft ihr den Zucker schon wieder aufgefüllt habt, dauert es nun zwei bis fünf Tage, bis ihr Vanillezucker habt.

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Wie schon erwähnt, könnt ihr immer wieder Zucker auffüllen (in etwa 1 kg Zucker pro Vanilleschote).

Und nun zum Rechenbeispiel…
1 Packung Vanillezucker mit 10 Tütchen a 8 Gramm kostet in etwa 60 Cent (macht also 75 Cent pro 100 Gramm Vanillezucker)
1 Vanilleschote kostet gut einen Euro, 1 Kilo Zucker kostet etwa 90 Cent, dann liegen wir bei 1,90 Euro pro Kilo Vanillezucker, was in etwa 19 Cent pro 100 Gramm macht, also nicht mal ein Drittel des gekauften Vanillezuckers und das für so wenig Aufwand!!!

[Goldmännchen] – Cocooning-Tee (Lavendel-Feige) oder: der Lavendel-Trend!

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Name: Cocooning-Tee
Marke: Goldmännchen
Preis: 2,49 Euro
Preis pro Tasse: 0,15 Euro
Bezugsquelle: Edeka

Meine Meinung: Manchmal könnten das ja Zufälle sein, manchmal scheint allerdings System dahinter zu stecken. Vielleicht halte ich mich aber auch nur in der falschen Szene auf – wer weiß das schon! Es geht um Lavendel!!!

Ich habe das Gefühl, Lavendel ist derzeit in aller Munde. Lange als Allheilmittel für Füße oder ein Geruch, der älteren Damen anhaftet verschrien, wird Lavendel wieder populär. In Kochsendungen werfen die Köche nun statt einer Hand voll Thymian eine Hand voll Lavendel mit ins Töpfchen, Kakao wird gemeinsam mit Lavendel als „Schlaftrunk“ gebrauht um eine beruhigendere Wirkung zu erzielen oder auch Märkte, die jetzt Seifen mit Lavendel verkaufen und Supermärkte, die Lavendelpflanzen anbieten. Da war es doch nur noch eine Frage der Zeit, bis die Teeindustrie sich auf diesen Trend einließ.

Der erste Lavendeltee, der mir untergekommen ist, ist der Cocooning-Tee von Goldmännchen. Wobei Cocooning laut Schachtel ein „Ausdruck für das Gefühl der Rückbesinnung auf innere Werte, Freunde und Familie“ darstellen soll.

Er enthält neben Lavendel viele andere, eher beruhigende Kräuter, wie Fenchel oder Anis. Da der Lavendel aber definitiv dominiert und dieser eine blumige Süße mitbringt, die klassisch für die Pflanze ist, wird dieser Tee gespaltene Meinungen hervorrufen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Lavendel entweder liebt oder hasst! Ich mag ihn sehr gerne, aber heiß finde ich, kommt sein Aroma besser zur Geltung als kalt.

Was ist drin?
Lavendelblüten, Fenchel, Anis, Melisse, Rooibos, Fliederblüten, Passionsblumen, Feigen

Fazit:
Geschmack: Wie schon erwähnt: es wird gespaltene Meinungen geben, aber ich fahr voll drauf ab!
Preisleistung: in Ordnung
Geschmacksversprechen: halbwegs erfüllt: wo ist die versprochene Feige???
Kaufempfehlung: für Leute, die Lavendel mögen, wäre er was. Aber mit einem ordinären Lavendelstöckchen erzielt man ein ähnliches Resultat.

[English Tea Shop] – Chocolate, Rooibos & Vanilla UND Lemongrass, Ginger & Citrus

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Was für ein Titel 😀

Ich bin grad dabei, die ganzen „gesammelten Werke“ aufzubrauchen. Was sich über die Jahre so angesammelt hat, an Teeproben aus Zeitschriften, als Zugaben zu Bestellungen oder auch durch Tausch und Freunde, die meinten „hey, probier das mal!“ (oder meine lieben Kollegen, die meinten „Hier, probier das mal in deinem Blog!“).

Heute trifft es gleich zwei Tees aus dieser Kategorie, die beide der Cuppabox beilagen und von The English Tea Shop stammen.

Nach kurzer Internetrecherche fand ich heraus, dass die Tees z.B. bei Amazon erhältlich sind und da 3 x 20 Teebeutel in etwa 5,70 Pfund kosten (was gut 8,50 Euro entspricht, also etwa 2,80 Euro pro Schachtel ausmacht. Ein Preis also, der irgendwo zwischen Teekanne und Yogi liegt). Schade finde ich es jedoch, dass ich zum einen keinen deutschen Händler gefunden habe und zum anderen auf der ofiziellen Seite nur Amazon als mögliche Bezugsquelle angegeben ist und beim entsprechenden Amazon-Händler keine Versandkosten mit angegeben sind (oder ich sie einfach nur nicht gefunden habe, das schließe ich nicht aus ;)) .

Die Teeproben waren in Heftchen verpackte Teepyramiden, die auf jeden Fall ein toller Blickfang sind und nun mal endlich zum Geschmack!

Fangen wir mit dem Chocolate, Rooibos & Vanilla an!

Er riecht einfach nur ach purer Schokolade! Lecker!!!

Wenn ich ihn trinke, schmecke ich allerdings primär Rooibos. Schokolade nur sehr wenig, Vanille suche ich vergeblich. Zwar ist der Rooibostee sehr lecker, aber hier ist der versprochene Geschmack eher im Geruch zu finden, als im Aufguss selber. Schade!

Nun zum Lemongrass, Ginger & Citrus

Er schmeckt etwas „gesund“ und erinnert mich an einen Alnatura-Tee, den ich mal hatte. Aber ich muss sagen: Lecker und alles erfüllt!

Ich schmecke im Abgang eine sanfte Ingwernote, die sich nicht zu stark vordrängt, aber eine leichte Schärfe erkennen lässt und ich schmecke Zitrone, allerdings eher in Form von Zitronengras, welches ich eigentlich nicht mag. Hier passt es aber irgendwie, da es so dezent ist und sich gut zum Rest zusammenschließt. Diese Mischung finde ich wirklich gelungen!

Es lässt sich also festhalten: Ich hatte zwei Tees vom English Tea Shop. Einer war für mich top, der andere nicht so 😉

der kreative Freitag – Quittenparty

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Zu uns kam der „Gasmensch“, da unsere Gastherme tropfte und weil ich ihn noch nicht kannte und ungern alleine in unserer Küche werkeln lassen wollte und eine konkrete Angabe, wie „wir kommen zwischen neun und eins“ bekam, hab ich mir Beschäftigung in der Küche gesucht.

Also bin ich zu meinen Eltern gefahren und hab eine beachtliche Ladung Quitten (zum Partymachen ;)) geholt um mit diesen Weihnachtsgeschenke zu machen. Ich habe sechs Dinge aus den Quitten gemacht, werde diese in hübsche Gläser einfüllen und zu Weihnachten verschenken. Ich bin schon gespannt, wie es ankommt 🙂 Gelohnt hat sich der Aufwand von über 6 Stunden allemal, denn das Haus hat so wunderbar geduftet 🙂

Zur Vorbereitung: die Quitten haben einen leichten Flaum, rubbelt sie vorher mit einem Handtuch ab, nehmt dazu nicht euer bestes Handtuch und werft es anschließend gleich in die Wäsche, denn Teller wollt ihr damit nicht mehr reinigen! Quittenkerne enthalten Blausäure. Im intakten Zustand sind sie völlig ungefährlich und ihr könnt die Kerne sogar in den Mund nehmen und lutschen um Halsschmerzen zu lindern. Beschädigte Kerne habe ich aber entfernt. Die schwarzen Punkte auf Quitten sind nicht schädlich, jedoch gehen die Meinungen, was den Geschmack angeht auseinander. Ich schneide die schwarzen Punkte nicht ab.

1. Quittensaft
Da ich keinen Entsafter habe, hab ich für den Quittensaft, die Quitten samt Schale, Kernhaus und Kernen in etwa 8 Teile zerteilt, in den Schnellkochtopf gegeben, ordentlich Zucker drüber und Wasser, dass sie fast bedeckt sind. Für einen Liter Saft hatte ich – je nach Größe – etwa 5 – 6 Quitten. Zuerst hab ich den Schnellkoch auf höchster Stufe bis zum ersten Ring kochen lassen, dann hab ich auf mittlere Stufe heruntergeschalten und nochmal 7 Minuten gekocht. Sobald die Ringe völlig abgesenkt waren, habe ich den Schnellkochtopf geöffnet, die Quitten schwimmen nun in ihrem eigenen, rötlichen Saft, ein altes Handtuch (Achtung – wird ordentlich schmutzig!) in einen Sieb gelegt und die Quitten-Saft-Masse reingekippt und als sie kalt war gut ausgedrückt (drunter stand natürlich ein Auffangbehälter ;)). Den Saft habe ich in heiß ausgespülte Flaschen gefüllt. Der Saft hat eine wunderbar rote Farbe. Bei der Zuckermenge kann ich nur raten, aber ich denke, es waren etwa 300 Gramm Zucker für 2 Liter. Ich zucker immer lieber etwas weniger und zucker dann nach. Solltet ihr im normalen Kochtopf Quittensaft machen wollen, müsst ihr die Quitten weitaus länger kochen, solang bis sie Saft abgeben und schön rot sind. Ich denke, das könnte durchaus zwei Stunden dauern, hab damit aber keine Erfahrung. Wenn ihr den Saft länger und mit mehr Sirup anschließend einkocht, könntet ihr auch Quittensirup draus machen, den ihr z.B. im Eis oder Mineralwasser esst!

2. Quittengelee
Für die Gelee hab ich die Quitten genauso zubereiten, wie für den Saft, nur dass ich sie ohne Zucker gekocht hab. Den ungezuckerten Saft habe ich anschließend mit Gelierzucker eingekocht. Hier müsst ihr einfach nach der Anweisung vorgehen. Mein Zucker verlangte ein Verhältnis von 2:1 – also zwei Teile Saft, 1 Teil Zucker. Und fertig war das Gelee 😀 Das darf nun in schöne Schraubgläser und dann unter den Weihnachtsbaum!

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3. Quittenlikör
Den Likör hab ich ähnlich gemacht, wie meinen Zwetschgenlikör. Ich habe allerdings etwas „geschummelt“. Ich habe vom Sud vom Quittensaft aus 1. einfach ein paar Schöpflöffel Quitten-Saft-Gemisch abgeschöpft, so dass mein Einmachglas (ca. 1 Liter, ein größeres würde sich allerdings besser eignen) in etwa zu einem Drittel gefüllt war (für Likör bitte immer echte Gläser verwenden, sonst verfälscht ihr den Geschmack). Anschließend habe ich etwa eine Hand voll Korinthen und etwa 100 Gramm Zucker ins Glas sowie einen guten Teelöffel Zimt (ich liebe Zimt!!!), dann habe ich die Gläser mit Korn aufgefüllt und jetzt darf er sich die nächsten 6 Wochen entfalten, wobei ich die ersten fünf Tage regelmäßig umrühre um den Zucker zu lösen. Ich werde ihn in etwa 500 ml Flaschen füllen und zu Weihnachten verschenken (ich selber trink kaum Alkohol). Als Faustregel habe ich: aus 700 Gramm Alkohol werden etwa 1 Liter Likör.

4. Quittenmuß
Mein Favorit ist das Quittenmuß. Dazu habe ich die Quitten geschält, entkernt und die Butzen entfernt (wie heißen Butzen eigentlich auf Hochdeutsch? Ich mein das Geschnörpsel vorne und hinten von der Quitte), genauso bin ich mit 3 Äpfeln vorgegangen. Dieses Mal habe ich sie für etwa 20 Minuten im normalen Kochtopf, mit etwa 200 ml Wasser (leicht bedeckt) und Zucker (3 Äpfel, 5 Quitten und etwa 100 Gramm Zucker) weichgekocht und sie anschließend mit dem Kartoffelstampfer zerstampft. Mjam!!! Heute morgen gab es Teile davon zum Frühstück mit Magerquark und Korinthen. Der Rest ist gerade in der Tiefkühltruhe und wird verschenkt. Wer mag kann die Äpfel natürlich weglassen oder stattdessen Birnen verwenden!

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5. Quittenessig
Hier muss ich zugeben, dass der Quittenessig erst mal nur ein Experiment ist, von dem ich wohl erst noch erfahren werde, ob er glückt. Da ich so begeistert vom Apfelessig vom langsamerleben-Blog bin und durch das Quittenmus so viele Reste hatte dachte ich mir, dass ich mal Quittenessig ausprobiere. Ich hab also Schalen, Butzen und Kernhaus in ein Schraubglas gefüllt und weil ich zugegebenermaßen doch ein wenig skeptisch war, da Quitten nicht so gut saften wie Äpfel, hab ich noch etwas gekochte Quittenreste mit ins Glas. Dann kam da Wasser drauf und ich werde genauso, wie im verlinkten Rezept vorgehen. Ich hoffe, es glückt 🙂

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6. Quittenbrot
Zuletzt das Quittenbrot! Hierzu habe ich die im Sieb befindlichen Quittenreste aus den ersten beiden Rezepten von Schalen, Kernhäusern und Butzen entfernt (das waren die besagten Reste, die auf Grund meiner Skepsis zum Quittenessig kamen – ich wollte ja nichts wegwerfen), die Quitten mit 50% Zucker aufgefüllt und etwa 30 Minuten lang unter Rühren eingekocht. Danach habe ich alles auf einem Blech glatt gestrichen und die nächsten zwei Tage darf es trocknen. Anschließend wird es in Stücke geschnitten und in geriebenen Haselnüssen gewälzt und in einer Metalldose gelagert.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner „Quittenparty“ 🙂 Ich hoffe, die beschenken freuen sich und alle offenen Rezepte gelingen! Ich hatte zumindest viel Spaß dabei!